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Theater 2003

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5.Januar 2003: "Ein harmonisches Haus", ein Lustspiel von Tilly Hütter in drei Akten.

 

Die Darstellenden waren:
Karl Müggensack, Junggeselle
Peter Streib
Grete Puhl, seine Haushälterin Brigitte Groß
Wilfried Stöpsel, Helfer in Steuersachen, Witwer Heinrich Kurz
Edeltraud, seine Tochter Evelyn Dietz
Klaus-Dieter Puhl, Neffe von Grete, zur Aushilfe bei Karl Holger Kühner
Annemarie Seiffert, frühere Verlobte von Karl Birgit Käpplein
 
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Klaus-Dieter und Grete am Kaffeetisch Karl wirft Grete raus Gardinenpredigt für Karl was gibt es da zu lachen?  
Annemarie ist wieder da! Happy End für Edeltraud und Karl Wilfried macht Grete einen Antrag    

 

 

 

 

 

 

"Ein harmonisches Haus" sollte dargestellt werden, ein lustiges, abendfüllendes Stück in drei Akten von Tilly Hütter. Theaterleiter Peter Streib hatte sich zusammen mit den fünf anderen Schauspielerinnen und Schauspielern wochenlang auf diesen Abend vorbereitet. Bereits bei den ersten Wortwechseln zwischen dem Bauern Karl Müggensack und seiner Haushälterin Grete Puhl wird jedoch klar, daß es mit der Harmonie wohl doch nicht so weit her ist. Grete nutzt ihre Stellung als einzige Frau im Haus weidlich aus und lässt es sich auf dem Hof gut gehen, anstatt sich um den Haushalt zu kümmern, und auch deren entfernter Neffe Klaus-Dieter, der für ein paar Wochen zur Aushilfe da ist, ist alles andere als fleißig zu nennen. Er soll eigentlich der Küche einen neuen Anstrich verpassen, treibt sich aber lieber im Saustall herum und füttert die Schweine tütenweise mit Gummibärchen. Da taucht völlig unerwartet für Grete eine Gefahr auf: Annemarie Seifert, die frühere Verlobte von Karl, ist wieder im Lande und sagt sich für einen Besuch am Nachmittag an. Grete befürchtet das für sie Schlimmste, nämlich daß die sich wieder an Karl heranmachen will, nachdem sie ihn vor Jahren hat sitzen lassen. Und da mit einer Heirat des Hausherrn Grete ihre Stellung los wäre, will sie das Wiedersehen der beiden mit aller Macht verhindern. Zusammen mit Klaus-Dieter beschließt sie vorzugeben, Karl sei bereits glücklich verheiratet und sie die Schwiegermutter. Ein Anruf beim Doktor in der Stadt soll gleichzeitig dafür sorgen, daß Karl dort heute länger behandelt wird.
Dummerweise kommt an demselben Tag auch Wilfried Stöpsel auf dem Hof an, der sich wie jedes Jahr um die Steuern des Hausherrn kümmert. Grete kann diesen pingeligen Steuerheini gar nicht leiden, bildet er doch das Gegenstück zu ihrer eigenen Schlampigkeit und Oberflächlichkeit.
Stöpsel selbst hat eine Tochter, die er zu gerne mit Karl Müggensack verheiraten würde, aber Edeltraut widersetzt sich bisher. Sie möchte lieber weiterhin ihren Beruf als Hauswirtschaftslehrerin ausüben und sich nicht wie ihre älteren Schwestern von ihrem Vater bevormunden lassen.
Grete muß Herrn Stöpsel nun irgendwie in ihren Plan einbauen. Sie schwindelt ihm deshalb vor, die ehemalige Braut sei ein raffiniertes Luder, das reihenweise Männer in den Ruin treibt und es nun erneut auf Karl abgesehen habe. Für Herrn Stöpsel gibt es da nur eine Lösung: diese Annemarie muß glauben, Karl sei schon verheiratet. Und während er glaubt, Grete Puhl dazu zu überreden, gemeinsam mit ihm die Schwiegereltern von Müggensack darzustellen, und seine Tochter Edeltraut sogar dazu bringt, Frau Müggensack zu spielen, geht Gretes Plan scheinbar auf. Scheinbar! Denn da taucht wider Erwarten Karl früher zu Hause auf. Und kurz darauf erscheint Annemarie! Nun scheint alles verloren, das Wiedersehen der beiden ist nicht zu verhindern. Aber auch Karl scheint nicht erpicht darauf, sich wieder in Annemaries Fängen wiederzufinden. Spontan gibt er Edeltraut, auf die er schon lange ein Auge geworfen hat, als seine Frau aus, diese spielt mit, auch die "Schwiegereltern" werden nahezu planmäßig präsentiert, und dann - Annemarie ist zwischenzeitlich selbst verheiratet! Sie freut sich, daß es Karl so gut geht und nur weil sie zufällig in der Gegend war, wollte sie Karl "schnell mal guten Tag sagen". War damit die ganze Aufregung umsonst? Nein, denn Edeltraut und Karl finden sich jetzt endlich tatsächlich, und überraschenderweise zeigt Herr Stöpsel auf einmal Interesse an dem temperamentvollen "Vollblutweib" Grete und macht ihr das verlockende Angebot "einer Art Kleinstkommune - mit späterer Heirat nicht ausgeschlossen". Da ist auch Grete begeistert, und mit den Worten "Reden Sie doch weiter, Herr Stöpsel!" findet das Stück unter dem begeisterten Applaus der Zuschauer sein glückliches Ende.