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Die Vereinsgeschichte
im Überblick

 

Die Gründung

Am 05. Juni 1909 traf sich eine Gemeinschaft von Sangesfreunden, um einen neuen Gesangverein zu gründen. Sie waren bis dahin hauptsächlich Mitglieder des bereits seit 1862 bestehenden Gesangverein Sängerbund Wiesental und hatten sich nach einem Streit ( bekannt geworden als der Orgelstreit ) von diesem losgesagt. Als Dirigent des neuen "Männergesangverein 1909" wurde Hauptlehrer Geierhaas verpflichtet.

Die Jahre 1909 - 1945

1911 errang der MGV in Nussloch mit dem ersten Preis in der oberen Klasse den ersten Erfolg seiner Vereinsgeschichte.

     
Vereinsfahne aus dem Jahr 1913

 

Im Juni 1913 wurde die erste Fahnenweihe, verbunden mit einem Preissingen, gefeiert.

Die Originalfahne wurde zwischenzeitlich restauriert und hat auch nach 95 Jahren noch immer einen Ehrenplatz im Vereinssaal.

         

1914 brach der 1. Weltkrieg aus und das Vereinsleben kam vollständig zum Erliegen. Es liegen aus dieser Zeit auch keinerlei Aufzeichnungen vor.

Der Neubeginn fand am 25. Mai 1919 mit einer Generalversammlung statt.

Als im Jahr 1927 Studienrat Wilhelm Jung die musikalische Leitung des Vereins übernahm, wurde ein neuer Abschnitt im Vereinsleben eingeleitet.

Neben seiner Chorleitertätigkeit widmete sich Jung auch der Komposition von volkstümlichen Weisen und Chören. Vermutlich um das Jahr 1940 ist das Lied "Wiesental, ich hab' dich gern" entstanden, das er "seinem" MGV und dem damaligen Vorstand Alfred Rolli widmete. Der Text stammt von einem Frl. Wickert, die damals Lehrerin an der Volksschule in Wiesental war. Auch heute noch wird dieses Lied in Wiesental - nicht nur beim MGV - gern gesungen:
Wiesental, laß' dich besingen, trauter Ort, nicht weit vom Rhein.
Wo die Felder Spargel bringen, von Geschmack so zart und fein.
Deine Landschaft zum Entzücken, dehnt sich hin durch Wald und Feld,
zeigt so herrlich von den Blicken Gottes schöne weite Welt.
Und die Menschen, die dort wohnen, froh und heiter alle Zeit,
lassen über allem thronen, Sangeslust und Fröhlichkeit.
>> Wiesental, dein Lied soll klingen, in der Näh' und in der Fern',
und in alle Herzen dringen: Wiesental, ich hab' dich gern.<<

 

Beim 20jährigen Stiftungsfest 1929 bestand der Verein aus 156 Aktiven. Laut den vorhandenen Unterlagen war es eine hervorragende Geburtstagsfeier.

1932 wurde ein Schülerchor gegründet.

Das 25jährige Jubiläum wurde 1934 gefeiert. Beim Festbankett trug ein 86 Mitglieder starker Gründerchor die nach der Gründung zuerst erlernten Chöre vor.
Die politische Situation führte auch beim MGV 1909 zu einer Stagnation im Vereinsleben. Das 30jährige Stiftungsfest 1939 wurde deshalb auch nur in einem kleinen Rahmen durchgeführt.
Während des 2. Weltkrieges kam das Vereinsleben wieder vollständig zum Erliegen.

Im Jahr 1942 verstarb Chorleiter Wilhelm Jung. Der damalige Vizedirigent Alfred Rolli übernahm nun die Chorleitertätigkeit.

Der Neubeginn

1945 übernahmen die Besatzungsmächte die Ordnung und Gesetzlichkeit in Deutschland. Nach Abhaltung einiger illegaler Singstunden bemühte sich der Verein um die Wiederzulassung, welche auch genehmigt wurde.
Das 40jährige Stiftungsfest wurde im Juni 1949, verbunden mit einem Gruppensingen des Sängerkreises Bruchsal, gefeiert.

Nachdem Herr Herrmann Nikolaus erfolgreich beim Männergesangverein gewirkt hatte, übergab er 1957 das Chorleiteramt an Herrn Erich Bender. Durch die zielbewusste Arbeit von Herrn Bender erreichte der Verein eine musikalische Reife, die zu zahlreichen Erfolgen führte.
Im Juni 1959 fand das 50jähige Jubiläum statt. Es war mit einem Prädikat- und Freundschaftssingen verbunden. Bei einem Festakt im Anschluss an den sonntäglichen Festzug wurde die neue Vereinsfahne übergeben.

Das nächste größere Vorhaben des Vereins bestand nun in der Feier des 60. Geburtstages.
Dieser wurde im Juni 1969 gefeiert. Neben einem Punktwertungs-, Prädikat- und Freundschaftssingen fand auch ein Wettsingen der Wiesentaler Ortsvereine statt.

Im Jahre 1971 musste Herr Bender seine Chorleitertätigkeit aus beruflichen Gründen beenden. Sein Nachfolger wurde Herr Bertold Ronellenfitsch.

Das 65jährige Stiftungsfest wurde im September 1974 mit einem Freundschaftssingen und einem Sängerabend mit unseren Freunden aus Legau/Allgäu in kleinem Rahmen gefeiert.

Die Jahre 1978 – 2004

Das Sängerjahr 1978/79 brachte mit der Gründung des Frauenchores eine wichtige Veränderung im Vereinsleben. Schon nach kurzer Zeit war unser Frauenchor sehr leistungsfähig und konnte einige Erfolge erringen. Unser Frauenchor stellt bis heute eine wesentliche Bereicherung des Vereinslebens dar.

Im Juli 1979 wurde das 70jährige Stiftungsfest gefeiert, welches mit einem Punktwertungs-,Prädikat-, Volkslieder- und Freundschaftssingen verbunden war.

Das 75jährige Jubiläum wurde vom 06. – 09.Juli 1984 verbunden mit einem Punktwertungs-, Prädikat-, Volkslieder-, sowie Freundschaftssingen begangen.

Das 80jährige Jubiläum und das 10jährige Bestehen des Frauenchores 1989 wurde, wie das 85jährige Stiftungsfest 1994, nur in einem kleinen Rahmen gefeiert.

Nachdem Walter Muth als Dirigent den Verein übernommen hatte, stellten sich auch wieder musikalische Erfolge ein, welche sich in vielen Goldpokalen für den Männer-, wie auch den Frauenchor ausdrückten.

Das 90jährige Jubiläum und das 20jährige Bestehen des Frauenchores wurde im Juli 1999 verbunden mit einem Chorwettbewerb, einem Volksliederwertungs-, sowie einem Freundschaftssingen begangen. Einen Höhepunkt dieser Jubiläumsveranstaltung stellte sicherlich der "Abend der Wiesentaler Vereine" dar, der seither jedes Jahr als "Grand Prix von Wiesental" im Rahmen des Frühlingsfestes gefeiert wird.  

Die Festdamen Esther Amann, Pamela Hanebeck und Evelyn Dietz beim 90jährigen Jubiläum des Vereins im Jahr 1999

Foto: Fotostudio Rosita

Leider fiel auch ein Wermutstropfen in den Freudenbecher des Jubiläumsjahres, da Chorleiter Walter Muth aus beruflichen Gründen seinen Wohnsitz verlegen musste und daher uns als Chorleiter nicht mehr zur Verfügung stand.

Nachfolger im Dirigentenamt wurde Frank Seider. Doch auch er musste den Verein nach kurzer Zeit und erfolgreichem Wirken aus beruflichen Gründen abgeben.
Ab November 2001 leitete Mathias Behrends kurzzeitig den Chor bis Mai 2003.

Seit September 2003 freuen wir uns nun über die schöne Zusammenarbeit mit Matthias Alteheld als neuem Chorleiter und hoffen auf eine lange und erfolgreiche gemeinsame Zeit.

Als letztes großes Ereignis feierten wir das Jubiläumsjahr 2004. Der Verein wurde 95 Jahre alt, der Frauenchor feierte sein 25-jähriges Bestehen. Bilder und Eindrücke von diesem Fest gibts hier.
Dieses Bild zeigt den Frauenchor im 25. Jahr seines Bestehens.
(Foto: Cosima Hanebeck)