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Frühlingsfest
2006
"Am
Montag, 15. Mai, ging es bereits zur Mittagszeit hoch her. Es gab Wellfleisch
mit Kraut, und bereits eine knappe Stunde später war davon nichts
mehr übrig.
Am Nachmittag besuchten uns dann die Kinder des benachbarten Kindergarten
St. Franziskus und sangen für uns einige wunderbar einstudierte Lieder.
Die Freude der Zuhörer über diese gelungene Vorführung
war mindestens so groß wie die der Kinder über die "Belohnung"
hinterher in Form von Fanta und Pommes. Ein herzliches Dankeschön
für diesen Auftritt nochmal den Kindern und Ihren Erzieherinnen!
Am Abend dann endlich der lang erwartete "Grand Prix von Wiesental",
diesmal in abgewandelter Form. Da es kein echter Wettstreit sein sollte,
gab es auch keine Juroren im eigentlichen Sinne. Was aber unseren Bürgermeister
und dessen Stellvertreter nicht davon abhielt, in der ersten Reihe zu
sitzen und fleißig Kommentare mitzuschreiben, die sie dann hinterher
wieder wortgewandt zum Besten gaben (was halt Spaß macht, läßt
man nicht so gerne bleiben, gell?!).
Den Auftakt machte der Musikverein mit zahlreichen flotten Weisen wie
"Just a Gigolo" oder Musik aus "Grease". (Hier stach
Bürgermeister Walter Heiler sofort das satte Weinrot der Uniform
ins Auge, das er lobend erwähnte. Er ist halt ein echter Sozialdemokrat!
Stellvertreter Uli Roß hatte sich dagegen eher auf die schwarzen
Hosen konzentriert, lag da aber nicht hundertprozentig richtig: es war
nämlich auch Bluejeans dabei!)
Dann war eigentlich die Schautanzgruppe des FV 1912 angekündigt,
aber zwei junge Damen, nämlich Lena und Amelie, erklärten dem
erstaunten Publikum, daß daraus wohl nichts würde…! In
flotten Dialogen kündigten die beiden jungen Damen dann gekonnt die
Abba-Lieder an, die von der Gruppe in gewohnt professioneller Weise tänzerisch
umgesetzt wurden. Wie immer perfekt getanzt, und die beiden Mädels
waren echt "weltklasse", so souverän zogen sie das Publikum
in ihren Bann.
Es folgte der Chor des Freundeskreis der Wissädalä Fasänachdä,
ganz in Schwarz mit Rüschen und Pailetten. Als mehrfache Grand-Prix-Sieger
und stolze Besitzer des MGV-Wanderpokals traten sie außer Konkurrenz
auf, insofern war der optische Vorteil, den sie sich durch die zweckfremde
Verwendung der Tischdeko als Kleidungsaccessoire verschafften, nicht wirklich
von Nutzen. Bereits mit ihrem ersten Lied "Glory to god allmighty"
gelang ihnen ein grandioser Einstieg und das Publikum ging begeistert
mit. Genauso überzeugend "Aqcuarius/Let the sun shine"
aus "Hair" (in diesem Lied glaubte W.H. eindeutig den Kerrlocher
Zungenschlag herauszuhören??), das "Wasser für Wissädal"
und der Abba-Hit "Thank you for the music". Ein tolles Lob auch
den beiden Solisten!
Neu beim Grand-Prix waren die acht "Kerwisch-Weiwer" der AWO
mit ihrem Gitarren-Begleiter, aber umso überzeugender war dieser
erste Auftritt!!! Laut Kommentar des Bürgermeisters sind diese Badenixen
Teil des Werbekonzepts mit der Stadt Waghäusel für das Rheintalbad
und hatten an diesem Abend versehentlich den Pfarrsaal mit dem Freibad
verwechselt, wo sie die Badesaison eröffnen wollten. Sie kamen nämlich
in Badeanzügen und mit den passenden Utensilien wie Badehauben, Schwimmringen
usw. Aber ach du liebe Güte: was für Bäuche und Ä….steckten
in diesen Badeanzügen!! So "zierliche Figürchen" sieht
man im echten Freibad wohl eher selten! Natürlich passte der Text
ihres Liedes zum Outfit: "Badekappen, Badeoozug, Badeschlappen und
die Hallebadkapp" wurden zur Melodie von "Hallelujah" besungen,
und auch der Auftruf zum Besuch des neu und teuer renovierten Bades, "Wissädalä,
schimm und tauch!" war nicht zu überhören. Kommentar W.H.:
"absoluter heller Wahnsinn!" Das Publikum jedenfalls gab ihm
recht und lachte Tränen vor Begeisterung.
Die sechs Sänger des "Stammtisch PlayersPub" hatten bei
ihrem Einmarsch als Merlins zunächst das Gruselmoment auf Ihrer Seite;
beim Öffnen des Vorhangs hatten sie sich jedoch in fünf zünftige
Burschen und eine "holde Maid" im Dirndl mit Oberarmbizeps und
behaarten Waden verwandelt. Zwei "völlig synchron agierende
Gitarren" sorgten für die nötige Begleitung zu dem bekannten
Hit "Fürstenfeld" von STS. Überaus beeindruckt waren
die beiden Kommentatoren von der Tatsache, daß die festen Wanderschuhe
des Maidls scheinbar auf der Bühne festgenagelt waren und er die
ganzen 4 Minuten über dennoch mittanzte ohne umzufallen! Ebenso beeindruckend
der Haarpelz unterm rechten Arm (oh je, was für eine Grazie!).
Letzter Teilnehmer und quasi Überraschungsgast, da ganz kurzfristig
angekündigt, waren dann 22 Sängerinnen und Sänger des Jahrgangs
1941, die sich spontan entschlossen hatten, mit ihren Liedern beim Grand
Prix mitzumachen. Heiner Kretzler begleitete die Gruppe mit der Gitarre
und zeichnete auch für die Texte verantwortlich. Ein ganz anderer
Stil, Nachdenklichkeit machte sich breit, aber begeisterter Applaus gerade
vom jüngeren Publikum auch für diese Vorträge. Man spürte
ganz einfach einen berechtigten Stolz auf das, was diese Menschen damals
in schwierigen Zeiten selbst geschafft und aus eigener Kraft geleistet
haben. Und auch die Aufforderung "drum vertragt euch, seid zufrieden"
ist zeitlos und kann man sich auch dieser Tage jederzeit zu Herzen nehmen.
65 Jahre sind sie nun alt, die Jungs und Mädels des Jahrgangs 1941,
da haben sie also noch ein Jahr Zeit, bevor es erst richtig losgeht (jedenfalls
glaubt das auch unser Bürgermeister in Anlehnung an Udo Jürgens:
Mit 66 Jahren…).
Einen Sieger zu küren, das war diesmal nicht notwendig. Alle Auftritte
waren wunderbar, es hat richtig Spaß gemacht, nicht ganz so ernst
an die Sache heranzugehen. Daher erhielten alle teilnehmenden Gruppen
als Anerkennung und Dankeschön ein "Verpflegungspaket"
mit auf den Heimweg, bestehend aus MGV-Brot, großer Krakauerwurst
und 5 l-Faß Bier (Danke hierfür dem Spender Gunter Maier!!).
Nochmals Danke an alle Teilnehmer, es war ein schöner und überaus
lustiger Abend!!
Danke natürlich auch an alle Helfer an diesen drei Tagen, es war
ein gelungenes Fest.
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Ein
Ausflug in die Vergangenheit
-.das wäre wohl
eine passende Beschreibung des letzten Sonntags, als über 80 MGV-Mitglieder
eine Reise nach Maulbronn unternahmen. Die Besichtigung des dortigen Klosters
stand unter dem Motto: ‚Aspekte eines Zeitalters - vom Zisterzienserkloster
zum Weltkulturdenkmal'. Und tatsächlich vermittelten uns die fachkundigen
Führerinnen einen eindrucksvollen Einblick in das monastische Leben
der ehemaligen Abtei Maulbronn. Gegründet 1147 in der Abgeschiedenheit
des Salzachtals, erforderte diese gezielt gewählte Notwendigkeit
der umfassenden Selbstversorgung einerseits zahlreiche handwerklich geschickte
Helfer, die dann als sogenannte Laienbrüder in den Orden aufgenommen
wurden, zum anderen aber auch ausreichend Wirtschaftsgebäude, die
sich bald zu einer mittelalterlichen Klosterstadt entwickelten, die heute
noch sehr schön zu besichtigen ist. Gerade diese Geschlossenheit
und Vollständigkeit der Gesamtanlage haben mit dazu beigetragen,
daß das Kloster 1993 von der UNESCO zum Weltkulturdenkmal ernannt
wurde.
Durch die Produktion von Überschüssen aus dieser Eigenwirtschaft
entwickelte sich die Abtei im Laufe der Zeit zu einem gewinnbringenden
Wirtschaftsbetrieb, und dies widersprach eindeutig dem ursprünglichen,
strengen Ordensgedanken der Zisterzienser, der ihnen Einfachheit, Schlichtheit
und Selbstgenügsamkeit vorschrieb. Aber bereits 1556 war Schluß
damit, als Herzog Christoph von Württemberg im Zuge der Reformation
die Abtei aufhob. Sie wurde in eine evangelische Klosterschule umgewandelt
und seit 1807 als evang. theologisches Seminar geführt. Auch heute
noch bewohnen Internatsschüler die ehemaligen Räume der Laienbrüder
- und auch so berühmte Persönlichkeiten wie Johannes Kepler,
Friedrich Hölderlin und Hermann Hesse waren zumindest zeitweise Schüler
dieses Gymnasiums.
Da das Kloster keinen Orden mehr beherbergt, können viele Räume
ungehindert besichtigt werden, und so erhielten wir unter anderem Einblick
in die Klosterkirche mit dem berühmten steinernen Kruzifix, dem eichenen
Chorgestühl und der Statue der Mutter Gottes in Mitten des"
Engelkonzerts", den Kreuzgang mit dem Brunnenhaus, den wunderbaren
frühgotischen Speisesaal, der als bedeutendster Raum (aus architektonischer
Sicht) des Klosters gilt, und das "Parlatorium", wo einmal täglich
das Sprechen erlaubt war (ansonsten verbrachten die Klosterbrüder
überwiegend schweigend den Tag, von den Gebeten natürlich abgesehen).
Auch die im Innenbereich des Kreuzgangs stehende große Magnolie
konnte bewundert werden, sie soll im Frühjahr während ihrer
Blütezeit allein schon ein Besuch wert sein.
Ach ja, nebenbei wissen wir jetzt auch, was "Herrgottsbscheißerle"
sind: so werden im Schwäbischen die Maultaschen genannt, die ja angeblich
in Maulbronn erfunden wurden (daher der Name) zu dem Zweck, den verbotenen
Genuß von Schweine- oder Rindfleisch vor dem lieben Herrgott zu
verbergen, indem man es als Füllung in den Teigtaschen versteckte.
Na, es ist wohl eher unwahrscheinlich, daß der liebe Gott sich so
leicht hat "bscheißen" lassen!
Nach der Besichtigung
des Klosters ging es mit den Bussen weiter zum eigentlichen Anlaß
der Reise, nämlich nach Remchingen, wo der GV 1881 Wilferdingen sein
125jähriges Bestehen feierte. Unter der Leitung der Vizedirigenten
Heiner Kretzler, Ellen Metzger und Ulrike Streib sangen dort alle drei
Chorgattungen beim Freundschaftssingen. Aber auch danach am Tisch stimmte
Heiner Kretzler noch viele Lieder an, die das erfreute Publikum dann auch
mit viel Applaus bedachte.
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Sommerfest
2007 -
Artikel im Mitteilungsblatt der Stadt Waghäusel vom 20./27.07.07
Ein
Fest der Superlative war das am ersten Juliwochenende! Zum Glück
zwar nicht bei den Temperaturen, die waren wirklich angenehm. Der Besucheransturm
im Wiesentaler Pfarrsaal war jedoch überwältigend.
Besonderen Zuspruch fand das Mittagessen am Sonntag, wo unter anderem"
Saure Nierle" auf dem Speiseplan standen, die leider dann doch nicht
für alle reichten. Irgendwann hieß es da nämlich: Tut
uns leid, nichts mehr da! Aber natürlich waren auch die anderen Speisen
lecker und brachten den Küchenteams an allen drei Tagen zahlreiches
Lob ein. Ein weiterer Renner war das Wellfleischessen am Montag mittag,
da stimmte die Kalkulation und es kam jeder auf seine Kosten.
Begonnen hatte das Fest am Samstag abend, wo die befreundeten Chöre
der MGV Liedertafel Hockenheim und der Harmonie St. Leon zu Gast waren
und im Wechsel mit unserem eigenen Frauen-, Männer- und Gemischten
Chor auf der Bühne standen. Der Sonntag vormittag bescherte den Besuchern
eine gelungene Unterhaltung mit dem GV Sängerbund Wiesental, dem
MGV Liederkranz Kirrlach und unserem Männerchor, bevor der Frühschoppen
nahtlos in den bereits erwähnten Besucheransturm zum Mittagessen
überging, den die Musiker des HOW 1953 musikalisch umrahmten. Dagegen
waren der Sonntag nachmittag mit Kaffee und einem überwältigenden
Kuchenangebot sowie das Abendessen geradezu beschaulich zu nennen, wenngleich
am frühen Abend der Musikverein Harmonie Wiesental mit viel Liedern,
Schwung und Begeisterung für eine schöne Stimmung sorgte.
Der Montag nachmittag verlief nach dem bereits erwähnten Wellfleischessen
ebenfalls relativ ruhig, bis kurz vor 16.00 Uhr über fünfzig
Kinder des benachbarten Kindergarten St. Franziskus den Saal stürmten.
Da war auf einmal was los! Da sie auch zahlreiche Muttis, Omas und Geschwister
mitbrachten - auch Vatis waren einige dabei - , war der Pfarrsaal schon
wieder gut gefüllt, als die Kinder auf der Bühne drei wunderbare
Lieder präsentierten, die aber nicht einfach nur gesungen, sondern
mit zahlreichen Utensilien anschaulich dargestellt und sogar getanzt wurden.
Die Belohnung dafür ließ nicht lange auf sich warten: im Nu
standen für alle Kinder Pommes und Getränke auf den Tischen.
Am
Montag abend dann hatte der MGV wieder zum musikalischen Wettstreit der
Wiesentaler Stammtische aufgerufen. Insgesamt vier Gruppen stellten sich
im vollbesetzten Pfarrsaal der Wertung durch drei kompetente Wertungsrichter:
unser Bürgermeister Walter Heiler, sein Stellvertreter Uli Ross sowie
unser Chorleiter, Matthias Alteheld, bewerteten die Vorträge vor
allem nach ihrer künstlerischen Qualität. Neu in diesem Jahr:
jede Gruppe musste ein Pflichtstück absolvieren, und die Vorgabe
hieß für alle: "Hänschen Klein". Als erstes
trat der AWO-Kehrwisch auf. Wer hätte gedacht, dass es eine türkische
Version von diesem Kinderliedchen gibt? Wir nicht, mussten uns aber eines
Besseren belehren lassen, da uns ja von den Original-Schriftrollen, die
man am Fusse des Berges Ararat gefunden hatte, vorgesungen wurde. Das
war natürlich nicht so toll für die Wertungsrichter, die ratlos
vor ihren deutschen Notenblättern saßen. Das Publikum jedoch
war begeistert. Und auch der Kür-Beitrag der Gruppe, der "Königsjodler",
riss das Publikum zu Beifallsstürmen hin und musste aufgrund des
tosenden Beifalls gar als Zugabe wiederholt werden. Es klang aber auch
zu schön schräg! Die kundigen Ohren des Wertungsrichters Heiler
hörten gar 13 verschiedene Singstimmen heraus - und das bei 13 Sängern!
Das war schon eine reife Sangesleistung, und nach den Worten von Bürgermeister
Heiler hatte sich der AWO-Kehrwisch damit eindeutig das große Jodeldiplom
verdient.
Auch der Chor der Wissädalä Fasänachdä konnte mit
einer neuen, bisher unbekannten Version des alten Kinderliedes aufwarten:
zur bekannten Melodie von "Amen" präsentierten sie die
amerikanische, gleichwohl aber deutschsprachige Version von "Hänschen
Klein" und verführten das Publikum auch gleich zum lautstarken
Mitklatschen. Als frei gewähltes Stück folgte das mittlerweile
auch in Deutschland bekannte Weihnachtslied aus Übersee "Rudolph
the red-nosed Reindeer". Der Chor hatte sich dazu ruckzuck verkleidet,
indem alle zusätzlich rote Weihnachtsmannmützen aufsetzten,
wobei die Mischung mit dem vorherigen Outfit nun etwas an die 7 Zwerge
erinnerte. Na jedenfalls, bei der Jury kamen auch diese beiden Titel gut
an und wurden auch gleich als Kampfansage an den Klimawandel interpretiert
(Weihnachten mitten im Sommer, wer will denn auch so was?).
Der "Stammtisch Players Pub" hatte sich dieses Jahr mit mehreren
Frauen verstärkt, was, so die Juroren hinterher einhellig, sowohl
der Optik als auch dem Gesang zu Gute kam. Aus der einfachen Melodie des
"Hänschen klein", die im Original mit 5 Tönen und
zwei Akkorden auskommt, machte de Gruppe eine fulminante Version zur Melodie
des Rita-Pavone-Schlagers "Arrivederci Hans" - eine Idee, die
das Publikum zu stehenden Ovationen hinriss. Der zweite Vortrag war dann
nicht minder fantastisch: "Im Wagen vor mir fährt ein junges
Mädchen" war nicht nur dank der Bühnendeko mit Formel I
- Boliden ein Augen- und Ohrenschmaus der Extraklasse. Auch die rauchigen
Männerstimmen in der tiefen Basslage passten hervorragend zum mittlerweile
30 Jahre alten Original-Song. Nachdenklich machte das Publikum und die
Jury nur eins: die Herren stehen da in der alten Rockerkluft aus der "Born-to-be-wild"-Zeit
- und singen heutzutage gerade noch gemächlich "Rada rada, radadadada".
Na ja, denen merkt man halt jetzt auch schon das Alter an, so rasant wie
früher geht's wohl nicht mehr! Spaß beiseite: ein wunderbarer
Auftritt!!
Als letzte stellten sich die Frauen und Männer des Wiesentaler Jahrgangs
1941 der Wertung, und auch diese Gruppe hatte sich für das Pflichtstück
etwas Besonderes ausgedacht: auf die Melodie der einheimischen Nationalhymne
"Wissedäler konnsch ned wärrä" wurde "Hänschen
klein, des konnsch ned wärrä" gesungen - perfekt in Vortrag
und Textdichtung, harmonisch im Klang und in der Aussprache überragend.
Letztere war wieder mal ein Problem für unseren auswärtigen
Wertungsrichter aus Westfalen: Matthias Alteheld verstand nämlich
kein Wort und vergab daher bei der Bewertung für die Aussprache volle
10 Punkte. Unter tatkräftiger Gitarrenbegleitung Heinrich Kretzlers
folgte als zweiter Vortrag und letztes Lied des Abends das stimmungsvolle
"Ja wenn die Klampfen erklingen und die Burschen singen", das
vom dankbaren Publikum zum lautstarken Mitsingen genutzt wurde.
Die abschließend von den drei Wertungsrichtern durchgeführte
Bewertung der Auftritte war dank der humorvollen Worte ein Programmpunkt
für sich. Als Fazit blieb festzuhalten: es waren tolle Ideen, tolle
Kostüme, tolle Vorträge - ein gigantischer, stimmungsvoller
Abend, bei dem der Spaß am Singen im Vordergrund stand und eine
Stimmung der Extraklasse herrschte. Dass am Ende ganz knapp mit einem
Punkt Vorsprung die Wissädalä Fasänachdä vor dem AWO-Kehrwisch
vorne lagen und den neuen Wanderpokal als Erste in Empfang nehmen durften,
war letztendlich nur Nebensache an diesem schönen Abend - der dank
der ausgelassenen Stimmung des Publikums, der bewundernswerten Kreativität
der Teilnehmer, der humorvollen Bewertungen des Wertungsteams und der
reibungslosen Organisation des MGV als Veranstalter erneut zu einem Höhepunkt
im Veranstaltungskalender Wiesentals geworden war. Übrigens: als
großzügige Sieger luden die Fasänachdä spontan alle
drei anderen Gruppen zu einem gemeinsamen Fest im Herbst ein. Da
hoffen wir doch dann auf ein paar nette Fotos!
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